Prävention gegen sexualisierte Gewalt

 

Für eine Kultur der Grenzachtung

Als c-punkt MÜNSTERFORUM, einer Einrichtung der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Freiburg, wollen wir ein Ort sein, an dem alle Menschen willkommen sind und sich auf Dauer wohlfühlen. Dazu gehören ein respektvoller Umgang und die Achtung sowohl der eigenen Grenzen als auch der der anderen. Ziele unserer Einrichtung sind dabei: hinzuschauen, wo Unrecht geschieht und Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen; einzugreifen, wenn Grenzen verletzt, Menschen auf irgendeine Weise vereinnahmt, instrumentalisiert oder missbraucht werden. 
Wir machen unsere Einrichtung zu einem sicheren Ort, an dem sich Menschen wohlfühlen, entwickeln und entfalten können – gerade die, die auf unseren besonderen Schutz und unser Vertrauen angewiesen sind. Ein Dienst unserer Einrichtung, das Gesprächsangebot, ist dabei ein wichtiger und sensibler Raum, in welchem zum einen Themen im Sinne dieses Schutzkonzeptes benannt werden können, der aber auch als Ort mit besonderer Achtsamkeit der Grenzen aller Beteiligten geachtet werden muss.
 
Ansprechpersonen finden sich in der folgenden Übersicht:
 

Was ist ein institutionelles Schutzkonzept zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt?

Das institutionelle Schutzkonzept unserer Einrichtung bündelt die Maßnahmen zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Aktuell liegt es als Entwurf vor. Es beinhaltet unsere Erkenntnisse aus der Schutz- und Risikoanalyse und die Konsequenzen, die wir daraus gezogen haben. Wir beschreiben im Schutzkonzept, wie wir grenzverletzendes und übergriffiges Handeln vermeiden und wie wir mit Meldungen der Vermutung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt umgehen.
Inhalte sind unter anderem:
  • Thematisierung des Themas im Kontext Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Unterschrift der Erklärung zum grenzachtenden Umgang mit Verhaltenskodex
  • Teilnahme an Präventionsschulungen
  • Einsicht in Erweiterte Führungszeugnisse
  • Handlungsleitfäden für die Intervention
  • Ansprechpersonen für Betroffene und externe Anlaufstellen
Die Maßnahmen gelten sowohl für unsere Beschäftigten als auch für ehrenamtlich tätige Personen.
 
 

Präventionsschulungen

In unseren Präventionsschulungen informieren wir über das Thema sexualisierte Gewalt (z.B. Täterstrategien, Ausmaß, ...), sensibilisieren wir für einen grenzachtenden Umgang und stärken die Handlungssicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen und (sexualisierten) Übergriffen. Auch die Auseinandersetzung mit unserem Verhaltenskodex spielt eine wichtige Rolle.
 

Einsichtnahme in Erweiterte Führungszeugnisse

Auf der Basis von weltlichem und kirchlichem Recht entscheiden wir, für welches Engagement in unserer Einrichtung ein erweitertes Führungszeugnis notwendig ist. Wir fordern diejenigen, die nach Art, Intensität und Dauer im nahen Kontakt mit anvertrauten Personen stehen, auf, ein erweitertes Führungszeugnis zu beantragen und zur Einsichtnahme vorzulegen. 
 

Unsere Erklärung zum grenzachtenden Umgang / Verhaltenskodex

Mit der Erklärung zum grenzachtenden Umgang bestätigen Personen, die wir zum Handeln beauftragen, nach einer Unterweisung bzw. Schulung, dass sie sich zum Wohl der anvertrauten Personen verhalten wollen. Die Erklärung zum grenzachtenden Umgang beinhaltet auch unseren Verhaltenskodex. Dieser dient der Orientierung aller Beteiligten: Mitarbeitende, Teilnehmende und Eltern können nachlesen, welche Verhaltensweisen für einen grenzachtenden Umgang erwünscht oder ausgeschlossen sind. Damit wird die Anbahnung von sexuellen Übergriffen erschwert und Personen werden ermutigt, übergriffige Handlungen zu stoppen und ggf. zu melden.
Unsere Erklärung zum grenzachtenden Umgang und den Verhaltenskodex finden Sie im Download-Bereich.
 
 

Hilfe und Unterstützung bei Vermutungen und Vorfällen

In unserer Seelsorgeeinheit ermutigen wir Menschen dazu, sich zu Wort zu melden, wenn sie von Grenzverletzungen, Übergriffen bzw. psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind oder davon erfahren. Hierfür sind Handlungsleitfäden, Adressen zu weiteren internen und externen Unterstützungssystemen in den Flyern im Download-Bereich und im Bereich "Koordinationsstelle Prävention der Erzdiözese Freiburg" aufgeführt.
 

Informationen und Materialien der Erzdiözese Freiburg

Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt

Wir in der Erzdiözese Freiburg haben aus der Vergangenheit gelernt, und das schon seit Jahren: Die Verbrechen der sexualisierten Gewalt und deren Vertuschung dürfen sich nicht wiederholen. Deshalb unternehmen wir alles Menschenmögliche, um Kirche zu einem sicheren Raum für alle zu machen. Zugleich stellt sich die Erzdiözese ihrer Vergangenheit und arbeitet die früheren Fehler auf. Wir stehen an der Seite der Betroffenen. Hier erhalten Sie alle Informationen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, Hilfsangeboten und zur Aufarbeitung.
 
 
 

Einige diözesane Materialien finden Sie unter diesen Links:

  

Institutionelles Schutzkonzept und Verhaltenskodex

c-punkt MÜNSTERFORUM
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